Ein Terrassendach richtig bauen – unser großer Ratgeber!

Inhalt des Beitrags

Neues Update, Teil 5: Das richtige Terrassendach-Fundament!

Eine Terrassenüberdachung ist das Sahnehäubchen für jede Terrasse. Wer einmal die Vorteile eines hochwertigen Terrassendaches genießen durfte, der wird sich schwerlich vorstellen können, dass es einmal ohne ging. Deshalb planen viele Haus- und Gartenbesitzer früher oder später den Bau einer Überdachung für die Terrasse.

Aber wie kann man ein Terrassendach selber bauen? Was sind die wichtigsten Schritte zum fertigen Dach für die Terrasse? Was müssen Sie unbedingt vermeiden, wenn Sie eine Überdachung planen und bauen? Unser großes How-To zum Thema „Terrassenüberdachung bauen“ beantwortet alle wichtigen Fragen und führt Sie Schritt für Schritt durch die wichtigsten Punkte, die Sie bei der Montage eines Terrassendachs beachten sollten.

Terrassenüberdachung selber bauen: Was ist zu beachten?

Sie haben eine unbedachte Terrasse, die Sie sinnvoller nutzen wollen? Dann gibt es nur eine Antwort: Eine Terrassenüberdachung ist die perfekte Ergänzung für eine Terrasse. Denn eine Überdachung schützt vor allem in der Garten- und Freiluftsaison vor lästigen Regenschauern. Und mit Seitenwänden ergänzt bietet ein Terrassendach Schutz vor Wind, Zugluft und neugierigen Nachbarn oder Passanten.

Welche Vorteile hat eine Terrassenüberdachung?

Ein Terrassendach hat unbestritten zahlreiche Vorteile, vor allem für Naturliebhaber, die gerne Zeit an der frischen Luft verbringen, ohne auf Annehmlichkeiten zu verzichten. Während andere schon bei kurzen Regengüssen regelmäßig ins Haus flüchten oder den Tisch abräumen müssen, können Sie unter dem Schutz Ihres Daches in aller Ruhe den Aufenthalt im Freien bei Kaffee und Kuchen genießen.

Das ist aber nicht alles: Sie können das Terrassendach jederzeit mit Seitenwänden aus Holz, Alu oder Schiebewänden aus Glas ergänzen. Die Dachschrägen werden hier mit Seitenkeilen geschlossen. Diese Keile werden manchmal auch Dreiecksfenster genannt. So entsteht ein gemütliches, geschlossenes Gartenzimmer bzw. ein Kalt-Wintergarten.

Somit kann die Terrasse vor allem in der Übergangszeit noch sinnvoller genutzt werden, auch wenn es draußen schon kühler wird. Denn wenn sich unter dem Dach die warme Luft des Tages staut, können Sie länger draußen bleiben, ohne zu frieren.

Die richtige Beleuchtung für das Terrassendach: Aufbaustrahler sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Die richtige Beleuchtung für das Terrassendach: Aufbaustrahler sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Auch die anbrechende Dunkelheit stört dann nicht mehr, wenn das Terrassendach mit einer Terrassendach-Beleuchtung, etwa durch dezente LED-Strahler, ausgestattet ist.

Eine weitere praktische Ergänzung für die Terrassenüberdachung sind Seitenwände. Diese sind flexibel zu verbauen, halten lästige Zugluft und Insekten ab oder die neugierigen Blicke der Nachbarn. In der Höhe sind Seitenwände flexibel: Sie können eine oder mehrere Seiten der Terrasse komplett verschließen. Oder Sie schaffen sich eine Terrasse im Stil einer Veranda. So macht der Aufenthalt auf der Terrasse gleich viel mehr Spaß!

Nicht zuletzt schützt ein Terrassendach auch die Gartenmöbel, untergestellte Gegenstände oder den Terrassenboden vor Beschädigung durch Regen, Hagel und Schnee.

Es gibt also gute Gründe, die dazu führen, dass viele ihr Haus um ein Terrassendach ergänzen – und kaum einer bereut diese Entscheidung, vor allem, wenn beim DIY-Bau des Dachs zu Qualitätsware gegriffen wird.

Ist meine Terrasse groß genug für ein Terrassendach?

Wie groß sollte eine Terrasse sein, damit sich eine Terrassenüberdachung lohnt? Und benötigt man überhaupt eine ‚mustergültige‘ Terrasse, um ein Terrassendach zu montieren? Welches Material sollten Sie für die Unterkonstruktion nehmen, welches für die Dacheindeckung?

Auch eine kleine Terrasse können Sie problemlos mit einem Terrassendach ausstatten: Unsere Holz-Terrassenüberdachungen REXOcomplete sind schon ab 3 Meter Breite bei einer Tiefe von 2 Metern verfügbar.

Ist Ihnen das immer noch zu breit? Dann nutzen Sie einfach unser Alu-Haustürvordach REXOvita. Dieses ist schon ab einer Breite von 1,50 Metern und 1 Meter Tiefe verfügbar – und eignet sich natürlich ebenso wie unsere ‚ausgewachsenen‘ Terrassendächer dazu, einen kleinen Bereich zu überdachen, denn dieses Vordach basiert auf der Technik unserer ‚großen‘ Dächer. So lässt sich beispielsweise eine kleine, gemütliche Sitzecke für zwei Personen gestalten.

Natürlich lassen sich auch besonders breite und tiefe Terrassen mit einem Terrassendach versehen: So sind Dächer einer Breite von 10 Metern und 5 Meter Tiefe durchaus machbar!

Sie haben eine besonders breite Terrasse? Auch dafür gibt es geeignete Dächer! Hier als Beispiel unser Holz-Terrassendach REXOcomplete.
Sie haben eine besonders breite Terrasse? Auch dafür gibt es geeignete Dächer! Hier als Beispiel unser Holz-Terrassendach REXOcomplete.

Benötigen Sie spezielle Maße? Dann erhalten Sie bei uns passende Dächer, die auf Ihre Wünsche und die vorhandene Terrasse abgestimmt sind! Wir können Ihr neues Terrassendach in der Breite, Tiefe und auch der Höhe anpassen – etwa, wenn Ihre Terrasse etwas höher gelegen ist als der Garten und deshalb längere Pfosten benötigt.

Sie müssen übrigens gar keine ‚mustergültige‘ Terrasse haben, um eine Überdachung sinnvoll zu nutzen: So lässt sich auch ein Bereich entlang einer Hauswand/Garage überdachen oder ein Außenflur, der zu Ihrem Hauseingang führt. Schauen Sie einfach mal in unseren Kundengalerien bei Pinterest oder auf unserem Youtube-Kanal zum Thema Terrassendächer vorbei: Sie werden überrascht sein, wie viele kreativen Möglichkeiten es gibt, ein Terrassendach zu gestalten und zu platzieren.

Was kostet ein Terrassendach?

Die Frage nach dem Preis bzw. den Kosten für eine Terrassenüberdachung wird oft gestellt. Die wichtigsten Faktoren für den Produktpreis sind die Größe des Terrassendachs sowie das verwendete Material für die Dach-Unterkonstruktion sowie die Dacheindeckung, die auch Dachhaut genannt wird.

Generell gilt: Ein Holz-Terrassendach ist günstiger als Alu-Terrassendächer vergleichbarer Größe. Mit einer Holz-Terrassenüberdachung inklusive Stegplatten können Sie schon für knapp 700 Euro eine kleine Terrasse komplett überdachen. Für knapp 1.500 Euro erhalten Sie z.B. unser beliebtes Alu-Terrassendach REXOpremium mit Stegplatten in den Maßen 4×2 Meter.

Oft wird nach dem Preis für eine Montage gefragt: Wenn Sie Ihr Terrassendach durch Fachleute montieren lassen wollen, so müssen Sie je nach Region, Anbieter und der Dachgröße mit 1.000-2.000 Euro Montagekosten rechnen!

Diese Kosten können Sie jedoch einsparen, wenn Sie zu einem Komplettbausatz greifen. Denn der Aufbau eines Terrassendachs ist gar nicht so schwer und kann durchaus an einem Tag erledigt werden. So lässt sich bares Geld sparen.

Bei uns können Sie Ihr Terrassendach auch bequem und günstig finanzieren. Mit unserer fairen Ratenzahlung steht dem Traum vom eigenen Terrassendach nichts mehr im Weg! Weitere Infos zum Terrassendach-Ratenkauf finden Sie hier: Terrassendach finanzieren.

Terrassendach selbst bauen: Komplettbausatz oder Eigenkonstruktion wählen?

Eine Terrassenüberdachung ist prinzipiell ein überschaubares Bauwerk mit nur wenigen Hauptbestandteilen: Trägerpfosten, Dachsparren, Wandträger sowie eine Dachhaut aus Steg-, Massivplatten oder Glas. Da liegt der Gedanke nahe, ein Terrassendach als Eigenkonstruktion zu bauen, zumal man das Dach dann genau auf die örtlichen Gegebenheiten abstimmen kann. Ist die Planung und der Bau einer Terrassenüberdachung als selbst geplante Konstruktion jedoch empfehlenswert?

Einerseits gibt es sicherlich begabte Handwerker, die erfahren genug sind, sich die Bestandteile eines Terrassendachs selbst zusammenzustellen und dieses von Grund auf zu konstruieren. Vermeintliche Kostengründe und gestalterischer Ehrgeiz mögen hierbei eine Rolle spielen – allerdings sind Komplettbausätze gar nicht so teuer.

Ein schönes Alu-Terrassendach - dank Komplettbausatz wie aus einem Guss.
Ein schönes Alu-Terrassendach – dank Komplettbausatz wie aus einem Guss.

Eventuell ist ein Gesamtpaket also günstiger als das Geld, das man investieren muss, um alle Bestandteile des Terrassendachs zusammenzusuchen. Wenn dann während der Montage Bestandteile fehlen oder nicht zusammenpassen, verzögert sich das ganze Bauprojekt.

Bei einem sinnvoll zusammengestellten Terrassendach-Komplettbausatz müssen Sie sich nicht darum kümmern, ob und wie die einzelnen Komponenten des Terrassendachs beschaffen und dimensioniert sein müssen, damit alles passt und vor allem am Ende ein sicheres, statisch einwandfreies Terrassendach steht.

Über die Wichtigkeit der Statik für Terrassenüberdachungen finden Sie weiter unten einen eigenen Abschnitt. Wenn Sie hier oberflächlich arbeiten und die sichere Statik des Terrassendachs durch fehlerhafte Kalkulation vernachlässigen oder die Statik gar ignorieren, drohen Konstruktionsmängel und im schlimmsten Fall Unfälle und damit rechtliche Konsequenzen. Die Berechnung einer Statik für Terrassendächer sollte möglichst Fachleuten vorbehalten bleiben.

Bei hochwertigen Terrassendach-Bausätzen sind alle Bestandteile aufeinander abgestimmt, so dass alles zusammenpasst und der Aufbau zügig erfolgen kann. In der Regel müssen Sie größere Bauteile wie Träger, Profile und Dachsparren weder zuschneiden noch einkürzen.

Was bedeutet „richtige Statik“ für das Terrassendach?

Bei Bauwerken wie Terrassenüberdachungen taucht immer wieder der Begriff „Statik“ auf. Was ist hiermit gemeint? Muss jedes Terrassendach eine Statik haben? Wie bekommt man eine Statik?

Ganz allgemein bezeichnet der Begriff „Statik“ oder auch „Baustatik“ im Bauwesen die Lehre von der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Konstruktionen. Im Zusammenhang mit Terrassendächern bedeutet „Statik“ oder „eine Statik haben“, dass die jeweils verwendeten Materialien, die Maße und Dimensionen sowie die Montage eine tragfähige Konstruktion ergeben.

Dies ist vor allem für Heimwerker wichtig, die das Terrassendach von Grund auf selbst bauen wollen. Denn in der Regel sind Laien mit den notwendigen Berechnungen überfordert – hier sollte unbedingt ein Fachmann, etwa ein Statiker, Bauingenieur oder Architekt, befragt werden. Denn die Kombination aus Hauptträger, Wandträger und Dachsparren muss eine sichere Konstruktion ergeben, damit Personen, die sich unter dem Dach aufhalten, nicht gefährdet werden. Ein Anbau des Terrassendachs darf zudem die Statik des Hauses nicht beeinflussen. Und auch die Verankerung am Haus und im Fundament muss stimmen.

Eine Terrasse wird meist in der Übergangszeit oder im Sommer genutzt. Aber auch im Herbst und Winter muss das Dach sicher sein: Starker Wind oder auch eine Schneebelastung dürfen der Dachkonstruktion nichts ausmachen. Vor allem aufliegender Schnee sorgt regelmäßig für hohe, oft unterschätzte Gewichtsbelastungen. Je nach Region kommt es zu unterschiedlich hoher Schnee-Intensität, so dass von Amts wegen in Deutschland insgesamt fünf Schneelastzonen unterschieden werden. Achten Sie also auf die Herstellerangaben zur Schneelastzone.

Mit einem Terrassendach-Komplettbausatz sind Sie in der Regel auf der sicheren Seite: Wenn Sie zu Qualitätsware von einem seriösen Händler greifen, dann erhalten Sie eine statische Berechnung, die die korrekten Berechnungen nachweist.

Fehler bei der Terrassenüberdachung vermeiden

Natürlich kann bei einem größeren Bauprojekt wie einem Terrassendach auch schon mal etwas schiefgehen. Vor allem als handwerklicher Laie unterschätzt man oft den Aufwand, den die Planung und die Montage mit sich bringt.

Wenn dann im Vorfeld auch noch die fachliche Beratung fehlt, fühlt man sich schnell allein gelassen. Dies muss allerdings nicht sein: eine gute Planung und ein professioneller Ansprechpartner helfen! Wir haben für Sie die 14 größten Fehler, die auftreten können, hier nochmals zusammengestellt: Fehler beim Kauf eines Terrassendachs vermeiden!

Nicht zuletzt dieser Artikel soll Ihnen dabei helfen, diese Fehler bei Ihrem Terrassendach zu vermeiden. Deshalb am besten ein Lesezeichen setzen und vorbeischauen – wir aktualisieren diesen Artikel regelmäßig!

Terrassendach-Unterkonstruktion aus Aluminium oder Holz?

Für die Unterkonstruktion der Terrassenüberdachung gibt es unterschiedliche Alternativen. Generell werden hier Holz, Aluminium oder (seltener) Stahl eingesetzt. Stahl ist in der Herstellung und Beschichtung sehr teuer und auch nicht langlebig. Deshalb ist dieses Material nicht mehr zeitgemäß, zumal die Verarbeitung und Montage durch das hohe Eigengewicht erschwert werden.

Sowohl Holz als auch Aluminium sind als Terrassendach-Unterkonstruktion seit langem in der Praxis bewährt und bestens geeignet, um eine Terrasse zu überdachen. Letztlich ist es eine Frage des Geschmacks, des vorhandenen Budgets sowie der Terrassenumgebung, ob man zu Holz oder zu Alu greift.

Alu oder Holz-Terrassendach – was sind die Unterschiede?

Zu einer modernen, schnörkellosen Fassade passt ein Alu-Terrassendach, etwa in der Farbe Anthrazit, oftmals sehr gut, denn Alu-Terrassendächer weisen in der Regel ein modernes Äußeres auf. Deshalb wird bei Neubauten gern zu Aluminium gegriffen.

Bei traditionellen Häusern, an denen schon Holz verbaut ist, oder bei Fachwerkhäusern wird meist ein Holz-Terrassendach gewählt. Auch Naturliebhaber greifen gerne zu Holz, nicht zuletzt aus Gründen der Nachhaltigkeit.

Ein Holz-Terrassendach an einer traditionellen Hausfassade.
Ein Holz-Terrassendach an einer traditionellen Hausfassade.

Holz ist ein natürlicher, nachwachsender Baustoff, der sich einfach und flexibel gestalten lässt. Allerdings sollte Holz nicht unbehandelt verbaut werden. Ein Schutzanstrich, der regelmäßig erneuert werden sollte, beugt Umwelteinflüssen und Schädlingsbefall vor und lädt zur individuellen Farbgestaltung der Dachkonstruktion ein. Nicht zuletzt ist Holz auch ein günstiges Material, das auch von handwerklichen Laien gut zu verarbeiten ist.

Alu-Terrassendach – was sind die Vorteile und Nachteile?

Pulverbeschichtetes Aluminium ist ein sehr robustes und pflegeleichtes Material, das sich im Außeneinsatz bestens bewährt. Es ist aufgrund des relativ geringen Materialgewichts einfach zu verbauen und lässt sich gut mit handelsüblichen Werkzeugen bearbeiten. Zudem ist Aluminium leicht zu reinigen und äußerst widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen. Auch nach Jahren wirkt die Unterkonstruktion des Terrassendachs wie neu.

Durch die widerstandsfähige Beschichtung entfällt hier der regelmäßige Schutzanstrich. Ein Aluminium-Terrassendach ist allerdings teurer als ein Holz-Terrassendach gleicher Größe.

Achten Sie beim Kauf auf die Materialqualität: Vor allem bei vermeintlichen Schnäppchen wird oft bei der Haltbarkeit und der Sicherheit gespart. Dies ist vor allem von Laien auf den ersten Blick nur schwer zu beurteilen. Wenn aus Kostengründen eine stark reduzierte Materialdicke genutzt wird, kann das Dach nicht die eventuell auftretenden Schneelasten tragen und hängt eventuell sogar schon aufgrund des eigenen Gewichtes durch.

Auch gilt zu beachten: Wenn Sie Aluminium wählen, dann müssen Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Die Produkte unterschiedlicher Herstellern passen meist nicht zusammen, weil die Profile gepresst werden und sich deshalb vom Äußeren unterscheiden.

Welches Holz für das Terrassendach?

Eine Unterkonstruktion aus Holz ist bestens geeignet, um die Terrasse zu überdachen. Aber welche Holzart sollten Sie wählen? Generell bieten sich zahlreiche Holzarten an, so z.B. Fichte, Lärche, Douglasie oder Kiefer. Wir setzen für unsere Holz-Terrassendächer sogenannte Leimbinder aus nordischer Fichte ein. Was genau sind Leimbinder?

Leimbinder, auch Brettschichtholz genannt, werden durch eine Verleimung mehrerer Holzschichten hergestellt. Im Vergleich zu Balken und Profilen aus Vollholz weisen Leimbinder eine höhere Tragfähigkeit auf. Zudem erlaubt Brettschichtholz den Einsatz größerer Querschnitte als bei massiven Holzbalken. Leimbinder lassen sich hervorragend bearbeiten. Sollte hier mal ein Fehler passieren ist das nicht ganz so tragisch, da Brettschichtholz in jedem gut sortierten Holzhandel verfügbar ist.

Leimbinder: bestens geeignet für Holz-Terrassendächer.
Leimbinder: Dieses Holz ist bestens geeignet für Holz-Terrassendächer.

Die Montage von Leimbindern ist in der Regel kein Problem. Alle wichtigen Infos zu Leimbindern finden Sie auch hier: Leimbinder: Herstellung, Qualität, Holzarten.

Holz lässt sich über den Farbanstrich individuell gestalten. Ob Weiß, Anthrazit, attraktives Schwedisch-Rot, ein Holzfarbton wie Palisander oder Eiche – viele Farben stehen zur Auswahl. Hier können Sie deckende oder lasierende Farben einsetzen. Bei einer Lasur scheint die natürliche Holzmaserung durch – ein Effekt, den viele bevorzugen.

Im Gegensatz zu Aluminium müssen Sie Holz regelmäßig pflegen: Alle ein bis zwei Jahre muss der Schutzanstrich erneuert werden. Zudem ist Holz anfällig gegen Feuchtigkeit und darf nicht im Wasser stehen. Deshalb werden Holz-Träger nicht einbetoniert, sondern mit Pfostenträgern im Fundament fixiert.

Terrassendach mit Dachrinne: ja oder nein?

Terrassendach-Bausätze aus Holz kommen oft ohne Dachrinne. Diese wird meist als Zubehör angeboten. Kann auf die Dachrinne verzichtet werden? Von dieser Sparmaßnahme raten wir ab, denn Regen, der sich auf dem Terrassendach sammelt, sollte regelmäßig und kontrolliert abfließen können.

Eine passende Regenrinne verhindert lästige Überschwemmungen und damit eventuell auftretende Schäden am Dach, der Fassade oder untergestellten Gegenständen. Speziell bei den immer häufiger vorkommenden, heftigen Regenfällen und Sommergewittern in unseren Breiten ist eine ausreichend dimensionierte Entwässerung unabdingbar.

Die Regenrinne wird an der Stirnseite des Terrassendachs montiert, damit das über die Dachhaut laufende Wasser großflächig aufgefangen werden kann. Ein Fallrohr führt das Wasser dann ab. Entweder Sie leiten das Regenwasser direkt in den Garten, oder Sie fangen dieses in einer Regentonne auf. Sauberes Regenwasser ist ein wertvoller Rohstoff, den Sie im Garten zur Bewässerung einsetzen können. Nicht vergessen sollten Sie Laubfanggitter, die ein Verstopfen der Regenrinne durch Blattwerk verhindern.

Besonders praktisch: Bei unseren Alu-Terrassendächern der Marke REXOpremium ist die Regenrinne im Hauptträger integriert und fügt sich somit nahtlos in das Design des Alu-Dachs ein. Eine Regenrinne bzw. eine komplette Entwässerung kann aber auch später nachgerüstet werden.

Stegplatten, Massivplatten oder Glas für das Terrassendach?

Für die Dacheindeckung des Terrassendachs werden hauptsächlich Kunststoffplatten sowie Glas genutzt. Kunststoffplatten gibt es als Stegplatten sowie Massivplatten. Als Glasvariante kommt für die Überkopfverglasung eines Daches aus Sicherheitsgründen nur das sogenannte Verbundsicherheitsglas, kurz VSG, in Frage. Diese Materialien sind hagelfest, witterungsbeständig und zudem leicht zu reinigen.

Was ist die richtige Dacheindeckung für das Terrassendach?

Was sind die Vor- und Nachteile des jeweiligen Materials, und für welche Dachplatten sollten Sie sich entscheiden? Hier spielen neben optischen Gründen auch Budgetfragen eine Rolle. Stegplatten werden nicht zuletzt aus Kostengründen gerne gewählt. Allerdings stört manche, dass die Stege keinen freien Blick wie durch Glas zulassen. Dem Aussehen von Glas kommen Massivplatten am nächsten – ein guter Kompromiss aus Transparenz, Robustheit und Plattengewicht.

Zunächst sollten Sie jedoch entscheiden, ob Sie sich ein transparentes oder ein undurchsichtiges Dach wünschen. Denn sowohl Stegplatten, Massivplatten als auch Verbundsicherheitsglas gibt es in beiden Varianten.

Soll das Terrassendach transparent oder blickdicht sein?

Die Dacheindeckung eines Terrassendachs kann also transparent oder auch undurchsichtig sein. Wenn keine Transparenz gewünscht ist, dann werden meist speziell getönte Stegplatten bzw. getönten Verbundsicherheitsglas eingesetzt. Hier wird häufig eine opal-farbene Tönung gewählt, die dem Material eine attraktive Milchglas-Optik gibt.

Vor allem im Bereich von Mehrfamilienhäusern oder in dicht besiedelten Gebieten werden blickdichte Dachplatten gerne genutzt. Diese verhindern neugierige Blicke durch das Dach. Wenn Sie auf Ihrer Terrasse also nicht auf dem ‚Präsentierteller‘ sitzen möchten, dann sollten Sie blickdichte Stegplatten bzw. opal getöntes Verbundsicherheitsglas wählen.

Getönte Platten haben einen weiteren Vorteil:  Verunreinigungen des Daches sind weniger auffällig als bei transparenten Platten.

Was sind die Vorteile von Stegplatten?

Stegplatten sind das beliebteste Material, um eine Terrasse zu überdachen. Diese Kunststoffplatten aus Acrylglas oder Polycarbonat sind sehr transparent und preisgünstig. Auch sind Stegplatten im Vergleich zu Glas besonders leicht und bruchfest, so dass diese Dachplatten auch für handwerkliche Laien einfach zu verlegen sind.

Neben transparenten Platten gibt es Varianten mit spezieller Tönung (z.B. mit einem Opal- oder Bronzeton) sowie Platten mit einer besonderen Struktur (z.B. Eiskristall). Der Stegplatten-Kunststoff kann zudem spezielle Zusätze enthalten: Für Gebiete mit regelmäßig hoher Sonnenstrahlung empfehlen sich Stegplatten, die mit einem besonderen Hitzeschutz ausgestattet sind.

Stegplatten bestehen aus zwei Schichten, die durch Stege verbunden sind. Die Bereiche zwischen den Stegen nennt man auch Hohlkammern. Diese Kammern sorgen übrigens nicht nur für die Stabilität des Materials, sondern erfüllen auch eine wärmedämmende Funktion. Dies ist z.B. für den Einsatz im Bereich von Gewächshäusern wichtig.

Stegplatten - ideal für die Dacheindeckung einer Terrassenüberdachung.
Stegplatten – ideal für die Dacheindeckung einer Terrassenüberdachung.

Für Terrassendächer werden am häufigsten Doppelstegplatten oder Dreifachstegplatten in 16mm Plattenstärke genutzt. Die Plattenstärke bezeichnet hier den Abstand der äußeren Schichten – die Platten sind also 16mm dick.

Wichtig für den Außeneinsatz: Stegplatten sind sehr bruchfest sowie licht- und witterungsbeständig, so dass diese auch bei regelmäßiger Sonneneinstrahlung nicht vergilben.

Welche Vorteile haben Massivplatten für Terrassendächer?

Neben Stegplatten werden auch Massivplatten gerne für Terrassendächer eingesetzt. Diese Kunststoffplatten aus Polycarbonat oder Acrylglas sind sehr transparent – wenn man nicht genau hinschaut meint man, Glas vor sich zu haben.

Massivplatten sind äußerst bruchfest, aber aufgrund des im Vergleich zu Glas relativ geringen Gewichts gut zu verarbeiten und einfach zu verlegen. Ein Beispiel: Eine 8mm starke Massivplatte aus Plexiglas im Format 1×1 Meter wiegt etwa 10 Kilo. Eine Glasplatte im gleichen Format/der gleichen Stärke wiegt das Doppelte – also rund 20 Kilogramm!

Selbst größere Hagelkörner machen Massivplatten nichts aus. Da es inzwischen in vielen Regionen Deutschlands vor allem im Sommer regelmäßig zu Hagelschauern kommt, bieten sich gerade hier Massivplatten als verlässliches Material für die Dacheindeckung an.

Wenn Sie auf hohe, glasähnliche Transparenz und außerordentliche Bruchfestigkeit Wert legen, dann empfehlen wir Ihnen Massivplatten.

Verbundsicherheitsglas (VSG) als Dacheindeckung für das Terrassendach – Vorteile & Nachteile

Stegplatten und Massivplatten bestehen aus Kunststoff. Möchten Sie für Ihre Terrassenüberdachung höchste Transparenz und ein edles Aussehen, dann sollten Sie sich für Glas als Dacheindeckung entscheiden.

Für Überkopfverglasungen wird aus Sicherheitsgründen allerdings kein herkömmliches Fensterglas eingesetzt, sondern Verbundsicherheits- oder VSG-Glas. Dieses Glas ist durch eine spezielle Konstruktion besonders sicher: Zwischen zwei Flachglasscheiben wird eine zähe, reißfeste, praktisch unsichtbare Kunststofffolie platziert. Die Transparenz des Glases wird durch diese Folie nicht beeinflusst. Nur am dezenten Blaustich erkennt man diese besondere Konstruktionsweise von VSG-Glas.

Sollte es zu einem Glasbruch kommen, bleiben die Glassplitter an der Folie haften und lösen sich nicht aus der Scheibe. Dies senkt das Risiko von Schnittverletzungen, da keine Glassplitter herabfallen.

Verbundsicherheitsglas (VSG): hochtransparent & sehr sicher.
Verbundsicherheitsglas (VSG): hochtransparent & sehr sicher.

VSG-Glas gibt es neben der transparenten auch in einer opal-farbenen Variante, die viel Licht durchlässt, aber blickdicht ist. Wenn niemand durch das Terrassendach hindurchschauen soll und Sie Ihre Privatsphäre schützen möchten, dann ist diese Glasvariante genau richtig.

Verbundsicherheitsglas gibt es in unterschiedlichen Glasstärken. Für Terrassendächer empfehlen wir 8mm starkes Glas. Dieses ist sehr sicher, aber vom Gewicht her noch gut zu verlegen.

Die Baugenehmigung für das Terrassendach – ja oder nein?

Benötigt der Bau eines Terrassendachs eine Baugenehmigung? Diese Frage taucht immer wieder auf, mit zuweilen unterschiedlichen Antworten. Gesundes Halbwissen und Spekulationen sind hier jedoch Fehl am Platz. Deshalb fassen wir die wichtigsten Fakten zum Thema „Terrassendächer und Baugenehmigung“ zusammen.

Wovon ist überhaupt die Rede? Was ist mit „Baugenehmigung“ gemeint? Ganz einfach: Eine Baugenehmigung ist die von einer Bauaufsichtsbehörde ausgesprochene Genehmigung, eine bauliche Anlage zu errichten, zu ändern oder zu beseitigen. Festgelegt wird das Ganze  durch die Vorgaben, die sich im öffentlichen Baurecht finden. Das klingt nach Paragraphendschungel – und so ist es auch manchmal, zumindest bei größeren Bauprojekten.

Terrassenüberdachung –  muss ich zum Bauamt?

Wie sieht es bei Terrassendächern aus? Hier ist der bauliche Aufwand ja überschaubar. Prinzipiell kann auch ein kleineres Bauvorhaben wie ein Wintergarten oder eine Terrassenüberdachung genehmigungspflichtig sein. Allerdings sind in einigen Bundesländern unter bestimmten, in den Landesbauordnungen festgelegten Bedingungen Terrassendächer oder Wintergärten genehmigungsfrei. Ein Beispiel: In Nordrhein-Westfalen gilt die Genehmigungsfreiheit für Terrassenüberdachungen mit einer Fläche bis zu 30 Quadratmetern und einer Tiefe bis zu 3 Metern.

Bitte beachten Sie: Auch genehmigungsfreie Vorhaben müssen dem Bauamt gemeldet werden! Ob genehmigt oder nicht: Natürlich müssen Sie weiterhin die Anforderungen des öffentlichen Baurechtes, z.B. des gültigen Bebauungsplans, beachten.

Terrassendächer und das vereinfachte Verfahren

Übrigens wird in manchen Bundesländern für kleinere Bauten wie Terrassenüberdachungen ein vereinfachtes Verfahren angewandt. Dieses Verfahren soll die Bauämter entlasten und lange Bearbeitungszeiten vermeiden. Bei dem vereinfachten Baugenehmigungsverfahren werden nicht alle Punkte des Bauantrages geprüft, und auch die Anzahl der einzureichenden Dokumente ist überschaubar.

Allerdings gibt es keine bundesweit einheitlichen Regelungen, so dass Sie sich nicht darauf verlassen können, wenn etwa ein Bekannter aus dem benachbarten Bundesland sein Bauvorhaben ohne behördliche Auflagen bzw. mit dem vereinfachten Verfahren abgewickelt hat.

Außerdem gilt: Vorschriften können sich jederzeit ändern. Deshalb sollten Sie auf jeden Fall im Vorfeld abklären, ob Sie eine Baugenehmigung für das neue Terrassendach brauchen.

Es spielt keine Rolle, ob Sie ein Aluminium-Terrassendach oder ein Holz-Terrassendach planen, denn relevant sind nicht die verwendeten Materialien, sondern die Größe und die Platzierung auf Ihrem Grundstück.

Schlussendlich sollten Sie wissen, dass eine Baugenehmigung nach einer gewissen Zeitspanne erlischt. Diese liegt je nach Bundesland zwischen drei und vier Jahren. Auch eine längere ‚Baupause‘ von einem Jahr ist nicht zulässig. Da ein Terrassendach an einem Wochenende komplett aufgebaut werden kann, sollten Sie diese Vorschriften allerdings nicht beunruhigen.

Terrassendach bauen – muss ich den Nachbarn fragen?

Auch die Entfernung zum Nachbarn bzw. zur Grundstücksgrenze ist wichtig. So ist in der Regel ein Mindestabstand von 3 Metern zum Nachbargrundstück einzuhalten. Dies kann vor allem bei Reihenhäusern schnell zu Problemen führen – vor allem, wenn der Nachbar nicht mitspielt. Denn bei zu geringem Abstand brauchen Sie eine ausdrückliche, also in der Regel schriftliche Zustimmung des Nachbarn, ohne die Sie nicht mit dem Bau beginnen sollten.

Terrassendach an der Grundstücksgrenze - hier muss in der Regel der Nachbar mitspielen.
Terrassendach an der Grundstücksgrenze – hier muss in der Regel der Nachbar mitspielen.

Eventuell müssen Sie von Amts wegen eine Brandschutzmauer zwischen den Grundstücken errichten, was natürlich die Kosten des Bauprojekts in die Höhe treibt. Aber auch hierfür muss der betroffene Nachbar sein Einverständnis erteilen.

Sollte sich der Nachbar weigern ist aber noch nicht aller Tage Abend: Es können immer wieder juristische Sonderfälle vorliegen, etwa bei Wohngemeinschaften oder dem Bestehen von Sondernutzungsrechten.

Wenn der Nachbar sich trotz einer Freigabe durch das Bauamt gegen das Terrassendach wehren sollte, muss eventuell ein Rechtsanwalt hinzugezogen werden, um die Sachlage zu klären.

Überhaupt gehört es auch bei rechtlich einwandfreiem Vorgehen zum guten Ton, Ihre Nachbarn über Ihr Bauvorhaben zu informieren. So können Sie auftauchende Unstimmigkeiten vorab klären, auf auftretenden Baulärm hinweisen – und gewinnen eventuell sogar einen Helfer für den Aufbau dazu. Vielleicht können Sie das fertige Terrassendach dann ja mit einem kleinen Richtfest feiern?

Terrassendach bauen – das Bauamt hilft weiter

Zuständig für die Baugenehmigung ist Ihr örtliches Bauamt. Dort finden Sie alle wichtigen Unterlagen, die Sie für Ihren Bauantrag benötigen. Zum Bauantrag wird meistens auch die weiter oben angesprochene statische Berechnung verlangt. Und Sie sollten bedenken, dass die Bauämter nicht kostenlos arbeiten, also eine Gebühr fällig wird, die sich auch nach der Größe des Terrassendachs richtet.

Unser Fazit zum Thema Baugenehmigung für Terrassenüberdachungen: Da ein Terrassendach eine Ausbaumaßnahme an einem Gebäude im Sinne des Bauordnungsrechts ist, müssen Sie in der Regel das Bauamt aufsuchen. Hier erleichtert aber das vereinfachte Verfahren zuweilen den Aufwand.

Wenn Sie ohne eine erforderliche Baugenehmigung bauen, dann droht ein Bußgeld. Und ein ohne Genehmigung errichtetes Terrassendach muss nachgebessert oder sogar zurückgebaut, also entfernt werden. Die Kosten für den Rückbau müssen Sie natürlich selbst tragen. Deshalb: erst fragen, dann bauen!

Landesbauordnungen und örtliches Bauamt für Ihr Terrassendach-Projekt

Hier finden Sie eine Übersicht der jeweiligen Landesbauordnungen. Ihr örtliches Bauamt finden Sie am schnellsten über die Google-Suche oder die Gelben Seiten.

Baden-Württemberg Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO)
Bayern Bayerische Bauordnung (BayBO)
Berlin Bauordnung für Berlin (BauO Bln)
Brandenburg Brandenburgische Bauordnung (BbgBO) 
Bremen Bremische Landesbauordnung (BremLBO)
Hamburg Hamburgische Bauordnung (HBauO)
Hessen Hessische Bauordnung (HBO)
Mecklenburg-Vorpommern Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern (LBauO M-V)
Niedersachsen Niedersächsische Bauordnung (NBauO)
Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen – Landesbauordnung (BauO NRW)
Rheinland-Pfalz Landesbauordnung Rheinland-Pfalz (LBauO)
Saarland Landesbauordnung (LBO)
Sachsen Sächsische Bauordnung (SächsBO)
Sachsen-Anhalt Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt (BauO LSA)
Schleswig-Holstein Landesbauordnung (LBO)
Thüringen Thüringer Bauordnung (ThürBO)

Das richtige Fundament für das Terrassendach

Beim Bau eines Terrassendachs kommt es nicht nur auf Unterkonstruktion und Dacheindeckung an – also auf das, was Sie im Fachhandel als Komplettbausatz kaufen. Auch das richtige Fundament spielt eine große Rolle. Denn eine Terrassenüberdachung benötigt eine sichere Befestigung am Haus und im Untergrund, damit es auch außergewöhnlichen Belastungen durch Wind und Wetter standhält.

Die Befestigung auf der Terrasse sorgt für eine sichere Standfestigkeit der Konstruktion. Ohne das richtige Fundament geht es nicht. Wie muss ein Terrassendach-Fundament beschaffen sein? Und wie können Sie ein solides, zuverlässiges Fundament für Ihre Holz- oder Alu-Terrassenüberdachung selbst herstellen?

Ein Punktfundament ist bestens geeignet für Terrassendächer & Carports.
Ein Punktfundament, hier in Kombination mit unserem Einbetonier-Kit, ist bestens geeignet für Terrassendächer & Carports.

Im Bauwesen unterscheidet man Plattenfundamente, Streifenfundamente und Punktfundamente. Während die ersten beiden Fundamentarten für Garagen, Gartenhäuschen oder Mauern verwendet werden, ist das Punktfundament die richtige Wahl für das Terrassendach. Hierbei werden die Trägerpfosten sicher und ausreichend tief im Untergrund verankert.

Welche Tiefe, Breite und Länge muss ein Fundament für das Terrassendach haben?

Generell sollte das Fundament eine Tiefe von mindestens 80 Zentimetern haben. Dies garantiert weitestgehend Frostsicherheit. Denn es ist wichtig, dass sich unterhalb des Fundaments kein Wasser ansammelt. Dieses gefriert bei Minusgraden und könnte dann durch die Ausdehnung das Fundament anheben. Die Folge wäre schlimmstenfalls eine Schieflage der ganzen Dachkonstruktion.

Für die Breite und Länge des Punktfundaments empfehlen wir 40 x 40 Zentimeter. Alle wichtigen Infos zu den Abmessungen finden Sie übrigens in unserem Fundamentplan, den Sie auf den Produktseiten zu unseren Alu- und Holzterrassendächern sowie Carports kostenlos herunterladen können.

Die genannten Fundament-Maße sollten Sie nicht unterschreiten, damit die Sicherheit der Terrassendach-Konstruktion nicht gefährdet wird.

Wie ein Fundament für das Terrassendach anlegen?

Wie gehen Sie nun praktisch vor? Hier der Ablauf in der Übersicht:

Heben Sie an den Stellen für die Dachpfosten jeweils ein mindestens 80 Zentimeter tiefes Loch mit den oben genannten Seitenlängen aus. Dieses füllen Sie mit Beton, den Sie nach Herstellerangaben vorbereiten. Beim Einfüllen des Betons muss eine Wasserwaage zum Einsatz kommen, damit die Träger vollständig in Waage sind. Achtung: Pfostenträger bzw. Pfostenanker in der Einbetonier-Variante werden direkt mit einbetoniert. Auch Alu-Pfosten können Sie bei Nutzung unseres Einbetonier-Kits jetzt schon einbetonieren. Nach 1 bis 2 Tagen ist der Beton ausgehärtet. Vorsicht: Das Fundament sollte erst nach drei bis vier Wochen voll belastet werden.

Welche Befestigung im Fundament sollten Sie für ein Terrassendach nutzen?

Für Alu-Terrassendächer montieren Sie die Pfosten per Bodenplatte auf das ausgehärtete Fundament. Oder Sie betonieren die Pfosten wie oben erwähnt direkt ein. Beide Befestigungsvarianten werden regelmäßig genutzt und sind praktisch gleichwertig.

Bei Holz-Terrassendächern müssen Sie die Beschaffenheit des natürlichen Baustoffs berücksichtigen: Holz sollten Sie niemals direkt einbetonieren, da dieses bei Wasserkontakt faulen kann. Hier werden in der Regel Pfostenanker bzw. Pfostenträger genutzt. Diese gibt es zum einbetonieren oder zum aufdübeln. Die Träger verhindern, dass die Pfosten den Untergrund berühren. So kann sich direkt unter dem Pfosten kein Wasser ansammeln.

Wie werden die Trägerpfosten des Terrassendachs richtig im Fundament befestigt?

Das beste Fundament bringt aber nichts, wenn die Befestigung der Trägerpfosten mangelhaft ist. Hier sollten Sie stets hochwertige Schrauben nutzen und diese immer auf festen Sitz prüfen. Wichtig ist, dass die Bohrlöcher tief genug und immer frei von grobem Dreck sind. Die Verschraubung im Fundament sollte mit einem Drehmomentschlüssel erfolgen, damit die Schrauben nicht durch zu hohen Kraftaufwand beschädigt werden. Hier reicht eine Kraft von 20nm aus.

Schon beim Fundament an die Entwässerung denken

Übrigens sollten Sie schon beim Anlegen des Fundamentes daran denken, wie die spätere Entwässerung des Terrassendachs aussehen soll. So besteht bei unseren Alu-Terrassendächern der Marke REXOpremium die Möglichkeit, schon vorab einen Anschluss an eine vorhandene Kanalisation einzuplanen. Dann kann das Wasser direkt durch die Pfosten und das Fundament geleitet werden. Natürlich können Sie das Regenwasser auch in einer Wassertonne auffangen oder je nach örtlichen Gegebenheiten direkt in den Garten ableiten.

Wie sollte ein Fundament nicht aussehen?

Um Ihre Sicherheit nicht zu gefährden, sollten Sie sich auf jeden Fall an die geschilderten Mindestanforderungen für ein Terrassendach-Fundament halten. Schon gar nicht dürfen Sie auf ein Fundament verzichten. So kann eine Terrassenüberdachung keinesfalls sicher an Terrassenplatten oder kleinen Mauern befestigt werden. Auch Fertigfundamente mit zu kleinen Dimensionen bieten keinen sicheren Halt. Spätestens beim nächsten Sturm droht unnötiger Ärger, wenn das Terrassendach aus der unzureichenden Verankerung reißt und die Terrasse oder die Hausfassade beschädigt.

Festzuhalten gilt: Auch als handwerklicher Laie können Sie ein solides, tragfähiges Fundament für die Terrassenüberdachung erstellen.

Ein Kommentar

  1. Super! Vielen Dank für diese tolle Beschreibung für den Bau einer Terrassenüberdachung. So ein Projekt möchte ich schon lange in Angriff nehmen, habe mich aber noch nie so wirklich getraut.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.