Welche Stegplatten für Terrassenüberdachung, Gewächshaus & Carport?

Stegplatten gibt es in vielen Varianten. Doch welche Art Stegplatte ist für welchen Zweck am besten geeignet? Welche Stärke bzw. Dicke sollte die Stegplatte haben? Und welches Material ist empfehlenswert? Unser Produktratgeber hilft weiter.

Stegplatten sind das am häufigsten eingesetzte Material, wenn es darum geht, ein Terrassendach bzw. einen Carport fachmännisch zu überdachen. Zudem werden diese Kunststoffplatten häufig genutzt, um ein Gewächshaus zu bauen. Welche Platte ist für welchen Zweck am besten geeignet?

Die richtigen Stegplatten für die Terrassenüberdachung

Stegplatten sind das ideale Material, um eine Terrasse zu überdachen: Diese Platten sind günstig, weisen eine hohe Transparenz auf uns sind auch für handwerkliche Laien gut zu verlegen, da Stegplatten im Vergleich zu Glas relativ leicht sind.

Eine 16mm- Stegplatte, dreifach: Man erkennt hier sehr gut die Hohlkammern sowie die drei Kunststoff-Schichten.
Eine 16mm- Stegplatte, dreifach: Man erkennt hier sehr gut die Hohlkammern sowie die drei Kunststoff-Schichten.

Stegplatten werden in der Regel aus Acrylglas oder Polycarbonat hergestellt. Dabei bestehen die Platten aus mindestens zwei Schichten, die durch Stege verbunden sind. Die Bereiche zwischen den Stegen werden Hohlkammern genannt. Deshalb heißen die Platten auch Hohlkammerplatten. Durch den Einschluss von Luft sorgen die Kammern für eine wärmedämmende Funktion.

Neben Platten mit zwei Kunststoffschichten gibt es Platten, die weitere Schichten aufweisen. Je nach Anzahl der Schichten spricht man dann von Doppelstegplatten, Dreifachstegplatten usw.

16mm-Stegplatten – die beste Wahl für das Terrassendach

Welche Hohlkammerplatten sollten Sie für ein Terrassendach nutzen? Für Terrassenüberdachungen werden in der Regel Doppelstegplatten oder Dreifachstegplatten in 16mm Plattenstärke eingesetzt. Die Plattenstärke bezeichnet hier den Abstand der äußeren Schichten – die Platten sind also quasi 16mm dick.

Je größer dieser Abstand ist, desto stärker wirkt die Isolierung bzw. Wärmedämmung, da natürlich mehr isolierende Luft in die Kammern passt und auch weitere Kammern Platz haben. So gibt es Platten mit 25 mm oder 32 mm Plattenstärke für Bereiche, in denen eine gute Wärmedämmung wichtig und gefragt ist. Häufig werden hier Fünffach- oder gar Siebenfach-Stegplatten angeboten.

16mm-Stegplatten gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Die Platten sind sehr robust, was für den Außeneinsatz wichtig ist, etwa wenn starker Hagelschlag auftritt. Zudem haben 16mm- Stegplatten in der Regel einen besonderen UV-Schutz, damit es bei regelmäßiger Sonneneinstrahlung nicht zu Plattenschäden wie etwa Ausbleichungen oder Verfärbungen kommt.

Daneben gibt es Stegplatten mit besonderer Hitzeschutz-Funktion. Durch spezielle, in die Platte eingebrachte Pigmente werden die Sonnenstrahlen teilweise reflektiert. Dadurch bleibt es auch bei stärkerer Sonneneinstrahlung angenehm kühl unter dem Dach. Für Gegenden mit einer hohen Anzahl an Sonnenstunden im Jahr bieten sich Hitzeschutz-Stegplatten (auch Hitzestop-Stegplatten genannt) besonders an.

Getönte Stegplatten für die Terrassenüberdachung

Neben hochtransparenten Platten werden auch getönte oder blickdichte Stegplatten eingesetzt. Eine Stegplatte in opal-weiß lässt noch ausreichend viel Licht durch, schützt aber die Privatsphäre, da z.B. niemand von oben durch das Terrassendach hindurchschauen kann. Hinzu kommt, dass aufliegender Schmutz fast nicht zu sehen ist. Die Platte ist somit pflegeleichter als vergleichbare transparente Platten.

Eine 16mm-Stegplatte in Opal: Schützt die Privatsphäre, lässt viel Licht durch.
Eine 16mm-Stegplatte in Opal: Schützt die Privatsphäre, lässt viel Licht durch.

Auch für blickdichte Seitenwände bieten sich diese weiß getönten Stegplatten an, deren Farbe an das Glas matter Glühbirnen erinnert. Platten in Bronze hingegen überzeugen durch ihre interessante Optik und werden z.B. dort eingesetzt, wo eine zu hohe Sonneneinstrahlung unerwünscht ist.

Die richtige Stegplatte für den Carport

Welche Stegplatten sollten Sie für einen Carport verwenden? Auch bei Carports werden in der Regel Doppel- und Dreifachstegplatten in 16mm Stärke eingesetzt. Hier spielt die Robustheit der Hohlkammerplatten eine große Rolle, da die untergestellten Fahrzeuge natürlich bestmöglich gegen Wettereinflüsse wie Hagelschlag oder heftigen Regen geschützt werden sollen.

16mm-Platten aus Makrolon sind für einen Carport besonders empfehlenswert – dieser besondere Kunststoff ist hoch transparent und nahezu unzerbrechlich. Aber auch Plexiglas-Platten werden im Carport-Bereich verbaut – auch hier gibt es hochtransparente, bruchfeste Dachplatten, die sehr robust, wetterfest und optisch attraktiv sind.

Welche Stegplatte für ein Gewächshaus?

Für kleine Gewächshäuser oder Frühbeete im Hobby-Bereich werden meist transparente Stegplatten in einer Stärke von 4, 6 oder 10mm eingesetzt. Diese Platten sind robust und sehr lichtdurchlässig, was für das Pflanzenwachstum wichtig ist. Außerdem können diese Platten einfach und mit herkömmlichen Werkzeugen aus dem Hobbykeller zugeschnitten und bearbeitet werden. Deshalb sind Platten in den kleineren Stärken bei Freizeitgärtnern sehr beliebt.

6mm-Stegplatten eignen sich sehr gut für ein Gewächshaus.
6mm-Stegplatten eignen sich sehr gut für ein Gewächshaus.

Durch die Hohlkammern haben die Platten einen guten Isolationseffekt, der frostige Temperaturen im Innern des Gewächshauses oder Frühbeetes verhindert. Hier liefert der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient oder kurz K-Wert einen Anhaltspunkt für das Maß der Wärmedämmung.

Je geringer dieser Wert ausfällt, desto besser greift die Wärmedämmung. Ein Wert zwischen 3 und 4 ist ein guter Indikator für die Eignung der dünneren Platten als Material für das private Gewächshaus.

Für größere Gewächshäuser, etwa im gewerblichen Bereich, werden häufig auch Polycarbonat-Platten mit 10 oder 16mm Stärke eingesetzt. Bei diesen Platten sinkt erwartungsgemäß der K-Wert mit steigender Plattenstärke, um eine noch bessere Wärmedämmung sicherzustellen.

Wir hoffen, dass unser kleiner Ratgeber Ihnen auf die Frage, welche Stegplatte Sie für Terrassendach, Carport oder Gewächshaus einsetzen sollen, weitergeholfen hat!

 

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