Plexiglas® bearbeiten – die vier wichtigsten Tipps!

Plexiglas® ist einer der beliebtesten Kunststoffe und wird regelmäßig dort verwendet, wo hochtransparentes, bruchfestes Material gefordert ist. Was sollten Sie beachten, wenn Sie Plexiglas® bzw. Acrylglas einfach selbst bearbeiten? Wir haben die vier wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt.

Tipp Nr. 1: Plexiglas® schneiden – auf die Stärke achten!

Wenn Sie eine Plexiglas®-Platte mit einem Cutter- oder Tapezier-Messer schneiden wollen, dann beachten Sie Folgendes: Die Platte sollte nicht dicker als 3 Millimeter sein. Der Trick besteht darin, das möglichst sicher fixierte Material mit dem Messer sauber anzuritzen und dann zu brechen.

Plexiglas richtig bearbeiten – unsere Tipps helfen weiter!
Plexiglas® richtig bearbeiten – unsere Tipps helfen weiter!

Je nach Materialstärke bietet es sich an, die Sollbruchstelle in mehreren Arbeitsgängen anzufertigen. Als Faustregel gilt: Pro Millimeter Plattenstärke einmal schneiden! Vorsicht: Plexiglas®-Platten jenseits der drei Millimeter sollten Sie nicht mehr mit einem Messer schneiden, sondern zur Säge greifen.

Ist die Sollbruchstelle tief genug, brechen Sie die Platte z.B. über einer Tischkante. Wenn Sie hier ein passendes Brett zu Hilfe nehmen, verteilt sich der Druck besser und die Platte bricht einfacher.

Übrigens: Bei uns können Sie sich Plexiglas® natürlich auch gerne direkt auf Maß zuschneiden lassen!

Tipp Nr. 2: Plexiglas® kleben – nur mit dem richtigen Kleber!

Nutzen Sie zum Kleben von Plexiglas® auf jeden Fall einen Spezialkleber! Ansonsten kann es zu unschönen Trübungen und Verfärbungen kommen. Dies ist auf transparentem Material natürlich besonders gut sichtbar.

Einen Universalkleber aus dem Kaufhaus sollten Sie nicht verwenden. Es gibt für alle gängigen Kunststoffe inzwischen Spezialkleber, die genau auf das jeweilige Material abgestimmt sind. Wichtig ist zudem: Lassen Sie dem Klebstoff genügend Zeit zum Aushärten, damit die Klebestelle auch bei Belastungen des Materials sicher hält.

Unser Acrifix 192 Plexiglas®-Kleber ist hervorragend zum Kleben von Acrylglas geeignet und härtet vollkommen transparent aus.

Tipp Nr. 3: Plexiglas® bohren – mit Geduld und Kühlung!

Bei Plexiglas® nicht einfach drauflos bohren – sonst sind gerissene Bohrkanten vorprogrammiert! Benutzen Sie am besten einen spanenden Bohrer, etwa einen Kunststoffbohrer oder einen HSS-Bohrer sowie einen Bohrständer.

Fixieren Sie das Material angemessen und bohren Sie stärkere Platten in mehreren Durchgängen, damit sich der Kunststoff nicht überhitzt und schmilzt. Wenn Sie die Bohrstelle z.B. mit Wasser oder Luft kühlen, senken Sie das Risiko für eine Beschädigung. Halten Sie die Drehzahl des Bohrers im mittleren Bereich und vermeiden Sie zu hohen Anpressdruck. Jetzt ist Geduld angesagt. Manchmal sind mehrere Bohrdurchgänge empfehlenswert.

Tipp Nr. 4: Plexiglas® biegen – mit einem Fön!

Acrylglas lässt sich auch biegen – etwa, um kreative Formen zu gestalten. Für eine einfache Biegung einer Plexiglas®-Platte können Sie sogar einen handelsüblichen Fön nehmen. Wie funktioniert das? Ganz einfach: Sie erhitzen das Acrylglas per Fön und biegen es anschließend z.B. über die Kante Ihres Arbeitstisches. Fixieren Sie die Kunststoffplatte so am Tisch, dass Sie diese wie gewünscht über die Tischkante biegen können. Nun erhitzen Sie das Plexiglas mit dem Fön gleichmäßig entlang der Kante.

Wenn die Plexiglas®-Platte sich von allein leicht nach unten biegt, dann können Sie mit dem Biegen starten: Für eine gleichmäßige Biegung können Sie eine Holzplatte auflegen, die den Druck auf das Material verteilt. Achtung: Sie sollten weder zu schnell noch zu langsam biegen. Falls Sie sich zu viel Zeit lassen, dann kühlt sich das Plexiglas® zu sehr ab und kann nicht mehr gebogen werden. Arbeiten Sie zu hektisch, dann kann dies zu Rissen oder zu Brüchen führen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem nächsten Bastel- oder Bauprojekt mit Plexiglas®!

Unser Angebot an Plexiglas®-Platten finden Sie hier: Plexiglas® im REXIN-Onlineshop

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