Terrassenüberdachung – die richtige Dachneigung

Wer den Bau eines Terrassendachs plant, stellt oft die Frage nach der richtigen Dachneigung. Gerade als Laie weiß man oft nicht, welche Neigung geeignet ist bzw. für welches Material welche Dachneigung empfohlen wird.

Dachneigung bei einer Terrassenüberdachung

Eine Terrassenüberdachung sollte in der Regel kein Steildach bekommen, sondern ein möglichst flaches Dach. Grundsätzlich gilt: Die höchstmöglichen Werte für die Neigung ergeben sich aus dem örtlichen Baurecht. Im Zweifelsfall sollten Sie offene Fragen zur Dachneigung also noch vor Baubeginn abklären.

Dachneigung bei Doppelstegplatten

Für unsere Doppelstegplatten aus Plexiglas oder Makrolon empfehlen wir Ihnen eine Dachneigung von mind. 5° – (ca. 9cm Gefälle auf 1m Plattenlänge). Dieser Wert deckt sich mit den Herstellerangaben für Plexiglasplatten bzw. Makrolonplatten und sollte unbegründet nicht unterschritten werden.

Terrassendach: Gefälle einfach berechnen

Die Dachneigung lässt sich mit ein wenig Schulmathematik auch einfach berechnen – ein Taschenrechner reicht aus. Den richtigen Höhenabstand erhalten Sie, wenn Sie die Länge der Stegplatte mit dem Sinus des Neigungswinkels zwischen der Horizontalen und der Platte multiplizieren.

Bei einer Plattenlänge von einem Meter (100cm) und dem vorgeschlagenen Neigungswinkel von 5° ergibt sich hier: sin(5°)*100 = 8,7 – also rund 9cm Höhendifferenz zwischen der Höhe der Wandbefestigung und dem Abstand der äußeren Stegplattenkante vom Boden.

Die richtige Dachneigung für die Terrassenüberdachung: Wir empfehlen 5°.
Die richtige Dachneigung für die Terrassenüberdachung: Wir empfehlen fünf Grad (5°).

Regenwasser sollte abfließen können

Die korrekte Dachneigung stellt sicher, dass Regenwasser besser abfließen kann. Zudem bleibt die Dichtigkeit an den Verbindungsprofilen gewährleistet, und eine natürliche Reinigung durch das Regenwasser ist gegeben. Eine geringere Neigung kann Probleme beim Wasserablauf verursachen und sollte deshalb vermieden werden.

Umgekehrt gilt: Je größer die Dachneigung, desto besser kann der Regen dazu beitragen, das Terrassendach zu reinigen und sauber zu halten.

Übrigens: Beim Verlegen von Stegplatten sollten Sie berücksichtigen, dass die Stegrichtung der Gefällerichtung bzw. der Wasserlaufrichtung entspricht.

Dachneigung bei Massivplatten

Auch bei Terrassenüberdachungen mit Massivplatten, etwa aus Makrolon oder Plexiglas, empfiehlt sich eine Dachneigung von mindestens 5°. Natürlich gilt auch hier das oben Genannte zum Thema Regenwasser bzw. Dachreinigung.

Dachneigung bei Glasdächern

Sollten Sie Ihr Terrassendach mit Verbundsicherheitsglas ausstatten wollen, so empfehlen wir Ihnen auch hier eine Mindestneigung von 5°.

Als gängiges Höchstmaß für alle Dacharten erweist sich eine Höchstdachneigung von 15° als sinnvoll. Insofern können Sie davon ausgehen, dass der Bereich zwischen 5° bis 15° zu guten Ergebnissen führen wird. Dieser Rahmen sollte Ihnen genug Spielraum lassen, um Ihr Terrassendach nach Ihren Wünschen gestalten zu können.

Sollten Sie weitere Fragen zum Thema Dachneigung von Terrassenüberdachungen haben, so zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren – unsere Fachberater helfen Ihnen gerne weiter!